Man musste denken, sie hätten sich abgesprochen. Dieses Mal mussten gleiche mehrere bekannte Virenscanner
Federn lassen.
Den Anfang macht
Trend Micro dessen Virenscanner sich über eine manipulierte, in upx-Format komprimierte
Datei aus dem Tritt bringen liess und dabei sogar das gesamte System aufhängen konnte.
Der Sicherheitsdienstleister
iDefense berichtete,
das praktisch die gesamte Palette von TrendMicros Produkten von diesem Fehler anfällig gewesen ist.
Über die automatischen Updates sollten betroffene Anwendungen inzwischen wieder immun gegen diese manipulierten
Dateien sein.
McAfee mit den Anwendungen ePolicy Orchestrator (kurz ePO) und ProtectionPilot.
Aufgrund von provozierten
Pufferüberläufen konnten hier
den Clients beliebiger Fremdcode zugeführt und zur Ausführung gebracht werden. Der Benutzer muss dazu nur
eine entsprechend manipulierte Webseite besuchen. Ein Patch liegt aber bereits vor.
Eine
Schwachstelle in F-Secures Client Security
konnte dieses mal der Sicherheitsdienstleister Layered Defense melden.
Eine mit Format-String-Ausdrücken präparierte Zeichenkette kann, wenn sie als Servernamen unter den
Kommunikationseinstellungen von Client Security 6.02 eingegeben wird, die Möglichkeit eröffenen beliebige
Speicherbereiche lesen und zu beschreiben. Ein Hotfix beseitigt diese Sicherheitsanfälligkeit.
Gleich mehrere fehlerhafte Signaturen führten bei den Virenscannern von
Avira dazu, dass die Systemdatei
winlogon.exe von Windows XP fälschlicherweise als Virus "TR/WLHack.A" identifiziert wurde oder mal
auch reguläre Flash-Dateien als "TR/PSW.QQSpy.AF" herhalten mussten. Momentan scheinen die Probleme behoben
zu sein.
Ein fehlerhaftes Update soll nach Hersteller
Softwin zufolge, dazu geführt haben, dass die Anwendung Bitdefender
eine zeitlang nicht mehr mit dem Internet kommunizieren konnte, da der dazugehörige Port 80 blockiert wurde.
Auch hier soll das Problem inzwischen beseitigt worden sein.
Ein ganz besonderes Geschenk machte Microsoft, indem sie für den für den März bestimmten Patchday ausfallen
liess. Dabei mangelte es nicht an noch offenen Sicherheitsanfälligkeiten. So dürfen wir uns dafür noch
an einen ausserplanmässig erscheinenden Patch erfreuen, der die
Sicherheitsanfälligkeit
des Internet Explorers bei Anzeige von manipulierten .ani-Dateiformeten beseitigen soll. Aufgrund einer
fehlerhaften Verarbeitung dieses Formats (der zur Anzeige von animierten Cursorn dient), lässt sich ein
Pufferüberlauf provozieren, der die Ausführung von beliebigem Fremdcode ermöglicht.
Gerade grosse Unternehmen, die ihren Mitarbeitern den Zugang zum Internet ermöglichen, dürfte diese
Sicherheitslücke ein Graus sein. Hier sind sie im hohen Maße abhängig von der Aktualität und der
Erkennungsleistung ihres eingesetzen Virenscanners, der Web-Content und E-Mail-Inhalte zu prüfen hat.
Auch das Ausfiltern von .ani-Dateiformaten bringt hier nichts, da diese präparierten Dateien auch mit
anderen Dateiendungen ihre Wirkung tuen kann.
Sicherheitslücke im Citrix Presentation Server
Client gemeldet werden. Citrix hält sich mit Details zur Lücke arg zurück. Jedoch soll der Besuch
einer entsprechend präparierten Website genügen, um beliebigen Fremdcode auf einem Client-Rechner zur Ausführung
zu bringen. Es dringlichst geboten, alle Presentation-Server-Clients die vor der Version 10.0. stehen
upzudaten!
Mehrere
kritische Sicherheitsanfälligkeiten wurden von den
Debian-Entwicklern in OpenOffice gemeldet. Mit manipulierten Dokumenten soll es hier möglich sein beliebigen
Fremdcode einzuschleusen oder um Shellcode durch eine fehlerhafte Verarbeitung von Office-Suite Links
auszuführen.
Ein wichtiges Sicherheits-Update hat es bei Apple gegeben. Für die Serverversion von Mac OS X 10.3.x werden
mit dem zur Verfügung gestellten Update bis zu 41 zum Teil kritische Sicherheitslücken beseitigt.
Bei dem Update auf die Version 10.4.9 werden aber nicht nur Sicherheitslücken beseitigt, sondern auch viele
Funktionen verbessert oder hinzugefügt.
Kritische Sicherheitslücken liegen
in Apache Tomcat 5.x vor. Der Java-Webserver ist anfällig für einen Pufferüberlauf, der beliebigen Fremdcode
ausführen lässt. Dabei ist eine vorherige Authentifizierung nicht notwendig. Ein Update auf version 5.5.22
oder 6.0.10. beseitgt diesen und andere
sicherheitskritische Fehler.
Neben den Sicherheitslücken in Apache Tomcat konnte der Sicherheitsdienstleister SEC-Consult auch
Schwachstellen in der Open-Source Datenbank MySQL ermitteln.
Demnach soll es mit präparierten ORDER-BY-Statement Befehlen möglich sein, die Datenbank zum Absturz zu
bringen. Ein Update sei hier wärmstens empfohlen!
PHP steht in der
Version 4.4.6 zur Verfügung. Die Entwickler haben in
dieser Version versucht, einige kritische Sicherheitsanfälligkeiten in der Skriptsprache auszubüglen.
Jedoch wurden im Rahmen des
Month of PHP Bugs (MOPB) zum Ende des Monats mehr 30 weitere
Fehler in PHP entdeckt. Die Initiatoren von MOPB rechnen noch mit langwierigen Arbeiten, bis diese entdeckten
Fehler in einer neuen Version beseitigt werden. Sie empfehlen von daher den Einsatz von
Suhosin der einen wirksamen Schutz vor einer
Vielzahl von Sicherheitsschwächen in PHP schützen soll.
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